Oma

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 omas krieg / Elke Bludau 1995

 

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weitergabe / Elke Bludau 1995

 

Meine Oma war ein Kind im 1. und eine erwachsene Frau im 2. Weltkrieg. Über das, was sie erlebt hat, haben wir kaum gesprochen. Darüber, wie sie es erlebt hat, schon gar nicht – ein Leerraum wie in vielen Familien.
Aber es lohnt sich diesen Raum genauer zu betrachten – die langen Schatten, die Abgründe oder Ängste.

Auch das gehört zum Thema Altwerden / Alt sein:
Was habe ich von der Generation vor mir – meinen Großeltern und Eltern – übernommen? Was gehört zu mir, was kann ich loslassen? Was gebe ich selber weiter an meine Mitmenschen und die nächste Generation?

Der Weg, Unfassbares zu erkunden und sich bewußt zu werden, bedeutet eine spannende, nicht leichte, aber lohnende Reise. Sich dabei mit anderen – eventuell auch therapeutisch – auszutauschen oder helfen zu lassen, ist eine wichtige Wegbegleitung.
Eine ganz besonders große Hilfe ist sicherlich, sich dem unsäglichen Thema gestalterisch zu nähern. Leere wird in der kreativen Gestaltung sichtbar, begreifbar und erlebbar. Unausgesprochenes wird beim kreativen, poetischen Schreiben begrifflich und damit fassbar.

Mich selbst beschäftigt das Thema der transgenerativen Weitergabe von Traumata schon sehr lange. Ich habe ein Seminar der Zukunftswerkstatt therapie kreativ dabei als ganz besonders hilfreich erlebt, um eigene familiäre Muster zu erkennen, die gewohnte Sichtweise ändern zu können, Leere zu aktzeptieren oder zu füllen.
Unter Buchtipps finden Sie einige meiner persönlichen  Buchempfehlungen zu diesem Thema.